Amazon Flat Files und SP-API: Der Praxisleitfaden

Produktdaten • Tim Hoffmann • • Aktualisiert: • 7 Min. Lesezeit
Amazon Flat Files und SP-API: Der Praxisleitfaden

Amazon-Flatfiles helfen dir, mehrere Artikel über eine Datei zu pflegen. Die entscheidende Vorbereitung beginnt vor dem Befüllen: Produkttyp, Identifikatoren, Varianten und benötigte Attribute müssen zum Zielmarktplatz passen. Nach dem Upload prüfst du sowohl den Verarbeitungsbericht als auch den tatsächlichen Listing-Zustand.

Dieser Leitfaden beschreibt den Weg von einer aktuellen Vorlage zu einem kontrollierten Test. Er zeigt außerdem, wie du wiederkehrende Zuordnungen für einen eingerichteten Datenprozess festhältst.

Manuellen Upload und API-Feed unterscheiden

Ein Datei-Upload über Seller Central ist ein anderer Prozess als die programmatische Übermittlung über die Selling Partner API. Amazon hat die älteren XML- und Flat-File-Listing-Feeds der Feeds API zum 31. Juli 2025 eingestellt. Für die API-Verarbeitung beschreibt Amazon unter anderem Listings Items und JSON-Listing-Feeds.

Daraus folgt keine pauschale Aussage über alle manuellen Upload-Vorlagen. Verwende für einen Datei-Upload den aktuell in deinem Konto vorgesehenen Weg und dessen aktuelle Vorlage. Welche API-Verarbeitung in einer Anbindung genutzt wird, klärst du mit deren Anbieter.

Lege vor der Bearbeitung fest, welchen Prozess du testest. Format, Pflichtfelder und Rückmeldungen müssen zu diesem Weg gehören.

Welche Vorlage brauchst du?

Wähle den richtigen Zielmarktplatz und Produkttyp im vorgesehenen Upload-Prozess von Seller Central. Lies die Hinweise zur Vorlage: Welche Felder sind erforderlich, welche Werte erlaubt und welche Angaben werden erst durch eine bestimmte Produktkonfiguration nötig?

Bewahre eine unveränderte Referenz auf und notiere ihren Stand. Wenn sich dein Sortiment über mehrere Produkttypen erstreckt, prüfe deren Anforderungen separat. Die ausgefüllte Datei der ersten Kategorie ist keine allgemeine Vorlage für alle weiteren Artikel.

Prüfliste für deine Ausgangsdaten

DatenbereichWas du vor dem Befüllen kontrollierst
IdentitätStabile SKU und vorhandene passende Produktidentifikatoren
ProdukttypAnforderungen des gewählten Amazon-Marktplatzes
VariantenZulässige Beziehungen und eindeutige Merkmale der Ausführung
InhaltTitel, Merkmale und Beschreibung der tatsächlich angebotenen Ausführung
MaßeBedeutung der Werte, Einheiten und Abgrenzung zur Verpackung
MedienRichtige Datei je Ausführung und erreichbare URLs
AngebotQuelle und vorgesehener Weg für Preise, Bestände und Versandinformationen

Halte Kennungen bei der Dateibearbeitung als Text, damit führende Nullen erhalten bleiben. Kontrolliere Zahlen und Trennzeichen nach dem Speichern und erneuten Öffnen der Ausgabe.

Ein Testfall mit zwei Tischgrößen

Die folgenden Werte sind fiktive interne Beispieldaten, keine Amazon-Feldvorlage und nicht für einen echten Upload bestimmt. Ob diese Artikel im Zielprodukttyp gemeinsam als Varianten geführt werden können, wird vorab geprüft.

PrüfpunktDEMO-TABLE-120-OAKDEMO-TABLE-160-OAK
Interne FamilieTABLE-LINNTABLE-LINN
Breite120 cm160 cm
Tiefe und Höhe80 cm und 75 cm80 cm und 75 cm
MaterialMelaminbeschichtete SpanplatteMelaminbeschichtete Spanplatte
LieferumfangEin Tisch; Stühle nicht enthaltenEin Tisch; Stühle nicht enthalten
Erwartetes MedienergebnisBild der 120-cm-AusführungBild der 160-cm-Ausführung

Lege vor dem Test das erwartete Ergebnis fest. Beide Ausführungen sollen die richtige Breite und ihr passendes Bild erhalten. Ein gemeinsamer Beschreibungstext darf diese Unterschiede nicht verwischen.

Wie bereitest du die Varianten vor?

Prüfe die für deinen Produkttyp vorgesehenen Beziehungen und Felder in der aktuellen Vorlage. Ordne die jeweiligen Ausführungen konsistent zu. Die Kennung eines gemeinsamen Modells und die Artikelnummer einer verkauften Ausführung erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Bei einem zusätzlichen Setartikel müssen Stückzahl und Lieferumfang klar sein. Ob ein Set innerhalb einer bestimmten Variantenstruktur zulässig ist, richtet sich nach den Zielanforderungen. Unser Varianten-Leitfaden für Möbel erklärt die fachliche Modellierung.

Für die Shopvibes-API-Übertragung gilt außerdem das dort dokumentierte Gruppenverhalten. Der Artikel Amazon Varianten werden nicht übertragen beschreibt, wie du einen Hinweis auf eine unvollständige Gruppe prüfst. Übertrage diese Produktlogik nicht ungeprüft auf jeden manuellen Dateiweg.

Vom Testupload zum geprüften Ergebnis

  1. Kleine Testauswahl festlegen. Nimm Artikel, die deine häufigen Fälle abdecken: eine einfache Ausführung und eine vollständige zulässige Variantengruppe. Dokumentiere die erwarteten Inhalte.
  2. Aktuelle Datei befüllen. Ordne Quellen den vorgegebenen Zielfeldern zu. Verwende erlaubte Werte und behalte die für den Upload benötigte Struktur bei.
  3. Datei vor dem Upload öffnen. Prüfe Kennungen, Maße, Werte und Bildlinks in der gespeicherten Ausgabe. So erkennst du bereits Fehler, die bei der Dateierstellung entstehen.
  4. Über den vorgesehenen Prozess hochladen. Bewahre Datei und Zeitpunkt auf, damit die Rückmeldung eindeutig zugeordnet werden kann.
  5. Verarbeitungsbericht auswerten. Ordne Hinweise dem Produkt und der betroffenen Angabe zu. Prüfe die aktuelle Rückmeldung statt eines früheren Uploads.
  6. Ursache bearbeiten und wiederholen. Ergänze fehlende Daten an der Quelle oder passe die Zuordnung an. Erzeuge die Ausgabe erneut und wiederhole denselben kontrollierten Test.
  7. Listing-Zustand kontrollieren. Vergleiche Seller Central und die sichtbaren Produktinformationen mit dem erwarteten Ergebnis. Ein angenommener Upload bestätigt noch kein kaufbares Angebot.

Wie übersetzt du einen Hinweis in eine Korrektur?

Feststellung im eigenen TestUrsache eingrenzenKorrektur und Kontrolle
Benötigte Angabe fehltProduktstamm und ausgegebenes Feld vergleichenQuelle ergänzen oder Zuordnung korrigieren; neue Datei prüfen
Wert wird nicht akzeptiertZulässige Werte des konkreten Felds prüfenFachlich passende Zuordnung verwenden; Rückmeldung erneut auswerten
Beide Tischgrößen zeigen 120 cmGemeinsames Serienfeld und Variantenfeld vergleichenVariantenbreite zuordnen; beide Ausgaben nebeneinander öffnen
Falsches Bild zur AusführungProdukt-Medienbezug und Link prüfenPassende Datei ausgeben; erreichbaren Link und Listing prüfen

Die Tabelle ist ein fiktives Diagnosebeispiel. Sie nennt keine verbindlichen Amazon-Fehlercodes oder universellen Pflichtfelder.

Wann lohnt sich ein wiederverwendbares Mapping?

Wenn neue Produkte regelmäßig dieselben Zuordnungen benötigen, lässt sich das Wissen als Mapping festhalten: Quelle, Zielattribut, erlaubter Wert und gegebenenfalls Format- oder Umrechnungsregel. Eine Korrektur wird dann an der Quelle beziehungsweise in der Zuordnung vorgenommen und anschließend erneut ausgegeben.

Unser Leitfaden zum Befüllen von Händler-Templates zeigt eine eigene Mapping-Tabelle und eine CSV zur Abstimmung im Team. Die Beispiele sind Planungshilfen; die verbindliche Vorlage kommt aus dem jeweiligen Partnerprozess.

Wie unterstützt shopvibes den Amazon-Prozess?

Mit shopvibes bereitest du Produktinformationen zentral vor und ordnest sie den Anforderungen deiner eingerichteten Kanäle zu. Die Amazon-Seller-Integration beschreibt den API-bezogenen Ablauf und die Prüfung der Übertragung. Für dein Setup werden Datenumfang und Verantwortlichkeiten getrennt festgelegt.

Eine konsistente Datenbasis erleichtert die Vorbereitung verschiedener Ausgaben. Der PIM-Ratgeber und unsere Möbel-Lösung verbinden die Datenpflege mit Varianten, Medien und Partneranforderungen.

Quellen und Prüfstand

Fachlich aktualisiert am 3. November 2026. Die URL des ursprünglichen Leitfadens bleibt erhalten.

Über den Autor

Tim Hoffmann

Autor

Tim Hoffmann

Chief Product Officer, shopvibes

Tim Hoffmann ist Chief Product Officer bei shopvibes. Er beschäftigt sich mit Produktdatenmanagement, Marktplatzanbindungen und der Automatisierung von E-Commerce-Prozessen.

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